Ausleitungsverfahren TEN-tilia-flos1

Ausleitende Verfahren

Was sind ausleitende Verfahren?

Die Anwendung ausleitender Therapieverfahren ist uralt. Sie greift auf humoralmedizinische Konzepte zurück. Diese Denkansätze wurden modern weiterentwickelt, gehören jedoch zum Urprinzip jedweder Medizin. Die Annahme, dass eine Überlastung des Stoffwechsels mit „Stoffwechselendprodukten“ die Ursache für viele Krankheiten ist, wurde über 2000 Jahre an den Universitäten gelehrt!

Viele bestreiten heute die Existenz solcher „Schlacken“. Aber welchen Sinn hätte dann die Dialyse (Blutwäsche)? Ihre Aufgabe besteht darin, den Patienten vor einer Urämie (Harnvergiftung) zu bewahren. Harnpflichtige Substanzen werden normalerweise über die Nieren ausgeschieden. Arbeiten diese aber nicht mehr ausreichend, gelangen diese Substanzen ins Blut! Ohne eine Dialyse würde ein Patient mit fortgeschrittenem Nierenversagen schon nach kurzer Zeit versterben. Wenn die physiologisch ausleitenden Organe wie, Haut (Schweiss), Lunge (Sauerstoff/Kohlendioxid – Austausch), Nieren (Harn), Darm (Stuhl) die Aufgabe der Entsorgung nicht mehr vollständig erledigen können, gelangen diese „Stoffwechselendprodukte“ über das Blutsystem in den ganzen Körper. Eine zentrale Funktion bei den ausleitenden Verfahren kommt dem Bindegewebe zu. In diesem werden die „Stoffwechselprodukte“ hinterlegt. Hunderte chemischer Substanzen sind mittlerweile bekannt.

Es handelt sich u.a. um Produkte des Zellstoffwechsels, Abbauprodukte von Pharmaka, Endprodukte von Viren und Bakterien, Fettsäuren, Harnsäurebestandteile und vieles mehr. Auch moderne Umweltgifte, wie z.B. Schwermetallbelastungen, spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Ausleitende Therapien sind also Massnahmen, die für eine „Entgiftung“ oder „Entschlackung“ des Organismus sorgen.

Ausleiten bedeuten heute aber nicht nur mehr Schröpfen, Moxa, Baunscheidtieren, sondern beinhaltet alle wesentlichen Prinzipien der klassischen Naturheilkunde. Dazu gehören die verschiedenen Formen der Ernährung und das Heilfasten.

Heute kommen Konzepte zur Unterstützung der Darmfunktion (Darmsanierung), des Lymphsystems (Lymphdrainage), des Bindegewebes (Bindegewebsmassage), der Nieren (Trinkkuren, Diuretica), der Haut (Schwitzkuren,Trockenbürsten) und Lungen (Atemübungen) dazu.

All unsere Ausscheidungsorgane werden somit in diese Therapie mit einbezogen.

Therapieverfahren
Schröpfen (trocken oder blutig)
Schröpfmassagen
Baunscheidtieren
Moxa
Manuelle Lymphdrainage
Bindegewebsmassage

Darmsanierung

Wickel/Auflagen
Blutegeltherapie